Direkte Antwort
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Das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM) bezuschusst Forschungs- und Entwicklungsprojekte von KMU mit bis zu 50 Prozent. Einzelprojekte erhalten maximal 190.000 Euro, Kooperationsprojekte mit Hochschulen bis 380.000 Euro. Auch Durchfuehrbarkeitsstudien sind mit bis zu 45.000 Euro foerderbar. Antrag laeuft ueber das BMBF-Portal mit Gutachtergespraech.
- Max. Zuschuss
- 380.000 €
- Foerderquote
- Bis 50 %
- Status
- Laufend aktiv
- Ziel
- F&E-Innovation
Was ist das ZIM Förderprogramm?
ZIM steht für Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand. Das Bundeswirtschaftsministerium fördert damit innovative F&E-Projekte. Seit 2008 wurden über 30.000 Projekte unterstützt.
Der Kern: Das ZIM unterstützt Unternehmen, die etwas Neues entwickeln. Kein Copy-Paste von Bestehendem. Sondern echte Innovation. KI-Anwendungen und digitale Innovationen sind ausdrücklich förderfähig.
Wichtig: Die 500-Mitarbeiter-Grenze ist höher als bei den meisten anderen Programmen. Auch größere Mittelständler können profitieren.
Das ZIM-Kriterium: Was bedeutet „Innovationshöhe“?
Der häufigste Grund für eine Ablehnung beim ZIM ist nicht ein fehlerhafter Antrag, sondern ein Projekt, das technisch zu wenig Neues bietet. Anders als bei Beratungs- oder Einführungsförderungen prüft beim ZIM ein externer, fachlich passender Gutachter, ob Ihr Vorhaben ein echtes technisches Risiko enthält. Vereinfacht gefragt: Ist am Anfang des Projekts wirklich offen, ob die Lösung funktionieren wird? Genau dieses Entwicklungsrisiko ist es, das der Bund mit dem ZIM abfedern will.
Ein gutes Beispiel aus dem Digitalisierungsbereich: Die Entwicklung eines KI-Modells, das aus unstrukturierten Bauplänen oder Schadensfotos automatisch belastbare Mengen- und Kostenschätzungen ableitet, ist in der Regel ZIM-fähig -- weil im Vorfeld nicht feststeht, ob die geforderte Genauigkeit überhaupt erreichbar ist. Das Einrichten eines bestehenden CRM-Systems oder das Anbinden einer dokumentierten Standard-API ist es dagegen nicht: Hier gibt es kein Forschungsrisiko, sondern nur Umsetzungsarbeit. Für solche Vorhaben sind eher die Landesprogramme der passende Weg.
Praktisch heißt das für die Projektskizze: Beschreiben Sie nicht in erster Linie, welchen Nutzen die fertige Lösung bringt, sondern welche technische Frage Sie lösen müssen, warum die Antwort heute noch niemand kennt und mit welchem Ansatz Sie das Risiko angehen wollen. Eine Skizze, die das überzeugend darstellt, hat es im Gutachterverfahren deutlich leichter.
Warum sich ein Kooperationspartner fast immer lohnt
Das ZIM kennt im Kern drei Projekttypen: das Einzelprojekt, das Kooperationsprojekt mit einer Hochschule oder Forschungseinrichtung und die vorgeschaltete Durchführbarkeitsstudie. Der entscheidende Hebel liegt in der Kooperation. Holen Sie sich für ein technisch anspruchsvolles Vorhaben einen Forschungspartner an Bord, steigt nicht nur die maximal mögliche Fördersumme spürbar an, auch die fachliche Substanz Ihres Antrags wird stärker -- was wiederum die Bewilligungschance erhöht.
Für ein KI- oder Software-Projekt heißt das konkret: Ein Lehrstuhl für Informatik, Data Science oder ein Fraunhofer-Institut bringt Methodenwissen und Rechenkapazität mit, die in vielen KMU schlicht nicht vorhanden sind. Sie liefern im Gegenzug den Anwendungskontext, die echten Daten und die Markterfahrung. Diese Arbeitsteilung ist genau das, was das ZIM fördern möchte: den Transfer von der Forschung in die betriebliche Praxis.
Wenn Sie noch keinen Partner haben, ist das kein Ausschlusskriterium. Hochschulen in Ihrer Region haben oft eigene Transferstellen, die gezielt nach Industriepartnern für Förderprojekte suchen. Auch eine vorgeschaltete Durchführbarkeitsstudie kann sinnvoll sein: Sie klärt mit überschaubarem Budget, ob das Vorhaben technisch und wirtschaftlich trägt, bevor Sie den großen Antrag stellen.
ZIM richtig in die Förderkette einordnen
Das ZIM deckt die Entwicklungsphase ab -- den Teil, in dem etwas technisch Neues entsteht. Davor und danach gibt es andere Programme, die sich sinnvoll ergänzen, solange nicht dieselbe Leistung doppelt gefördert wird. In der Orientierungsphase liefert die kostenlose KI-Beratung über Mittelstand-Digital die ersten Ideen. Für die strukturierte Vorbereitung und Konzeption lässt sich die BAFA-Beratungsförderung nutzen.
Die im ZIM-Projekt entstandene Innovation wollen Sie anschließend in den Regelbetrieb überführen, also dauerhaft in Ihre Abläufe einbauen. Diese Einführungsphase ist beim ZIM nicht förderfähig, sehr wohl aber häufig über ein Landesprogramm oder einen KfW-Förderkredit. So entsteht eine durchgängige Förderkette von der ersten Idee bis zum produktiven Einsatz -- vorausgesetzt, Sie planen die Übergänge von Anfang an mit.
Wie hoch ist der ZIM-Zuschuss?
Kleine Unternehmen (unter 50 MA) erhalten 50%. Mittlere Unternehmen (50-249 MA) bekommen 40%.
Einzelprojekt
Ein Unternehmen, eigenes Projekt
190.000 €
Bis 50% Zuschuss
Kooperationsprojekt
Mit Hochschule oder Forschungseinrichtung
380.000 €
Bis 50% Zuschuss
Durchfuehrbarkeitsstudie
Machbarkeit prüfen vor dem Projekt
45.000 €
Bis 50% Zuschuss
Beispielrechnung
Ein Softwareunternehmen (kleines KMU, unter 50 MA) entwickelt eine KI-Lösung zur automatischen Angebotserstellung. Projektkosten: 300.000 EUR.
ZIM-Zuschuss
150.000 €
50% geschenkt
Eigenanteil
150.000 €
Eigen- oder KfW-Kredit
Wer kann ZIM-Förderung beantragen?
förderfähig
- Unternehmen mit Sitz in Deutschland
- Weniger als 500 Mitarbeiter
- Umsatz unter 50 Mio EUR
- Technisch innovatives Projekt
- Kooperationen bevorzugt
Nicht förderfähig
- Routine-Softwareentwicklung
- Reine Website-Erstellung
- Einführung bestehender Software
- Marketing und Vertrieb
Was wird konkret gefördert?
ZIM fördert Forschung und Entwicklung. Für den Digitalisierungsbereich:
KI-Algorithmen und Machine Learning
Neue Software-Produkte und SaaS
Digitale Prozessinnovationen
IoT-Lösungen und Sensorik
Neue digitale Geschäftsmodelle
Prototypen und Proof-of-Concepts
ZIM vs. andere Förderprogramme
Drei Programme, drei Phasen. Kombinieren Sie für maximale Förderung.
Unser Tipp: Kombinieren Sie die Programme. BAFA für die Beratungsphase. ZIM für die Entwicklung. Landesprogramm für die Einführung.
ZIM-Antrag: So geht's
Der Antrag ist anspruchsvoller als bei BAFA. Aber die hohen Summen rechtfertigen den Aufwand.
Projektskizze erstellen
1-2 WochenInnovation, Markt und Machbarkeit beschreiben. 5-10 Seiten reichen.
Förderantrag einreichen
1 WocheÜber das BMBF-Portal. Arbeitsplan, Kostenplan und Meilensteine beifügen.
Gutachtergespräch
6-12 WochenEin externer Gutachter prüft die technische Innovation und Umsetzbarkeit.
Bewilligung und Start
12-24 MonateNach Bewilligung starten Sie das Projekt. Zuschuss wird in Raten ausgezahlt.
Tipp: Typische Projektlaufzeit 12-24 Monate. Planen Sie 2-4 Wochen für die Antragsvorbereitung ein.
So helfen wir Ihnen beim ZIM
Innovationscheck
Wir prüfen, ob Ihr Vorhaben ZIM-fähig ist und helfen bei der Projektskizze.
Antrag begleiten
Technische Planung, Kostenplan und Meilensteine - wir erstellen den Antrag mit.
Entwicklung umsetzen
Nach Bewilligung entwickeln wir die Lösung und unterstützen bei Berichten.
Häufige Fragen zum ZIM Förderprogramm
Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um das Zentrale Innovationsprogramm Mittelstand.
Ihre Frage ist nicht dabei? Fragen Sie uns in der Erstberatung
Bereit für den Antrag?
Wir prüfen Ihr Vorhaben, kombinieren Bund + Land und übernehmen den Antrag. Beratung kostenlos und unverbindlich.