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14 Bundesländer mit aktivem Digitalisierungs-Programm

Landesförderung Digitalisierung: Alle Programme der Bundesländer im Vergleich

Vierzehn Bundesländer fördern die Digitalisierung von KMU mit eigenen Zuschüssen. Förderhöhen reichen von 7.500 € (Hamburg) bis 250.000 € (Brandenburg). Die Quote liegt im Schnitt bei 50 %. Diese Übersicht zeigt Programm, Konditionen und Status jedes einzelnen Landes — inklusive Hinweise zu aktuell ausgeschöpften Programmen (RLP, Thüringen, MV) und zur Kombination mit BAFA, KfW und ZIM.

Direkte Antwort

Landesförderung Digitalisierung 2026

14 Bundesländer fördern KMU-Digitalisierung mit eigenen Programmen. Bayern führt mit dem Digitalbonus Plus bis 30.000 € (50%), Brandenburg (BIG-Digital) bis 250.000 €, Sachsen über EFRE Digital bis 100.000 € (50%). Antragstelle ist meist die Landesförderbank. Drei Programme sind aktuell ausgeschöpft (Thüringen, Rheinland-Pfalz, Mecklenburg-Vorpommern), Bremen hat seit April 2026 ein neues KI-Programm bis 17.000 €. Kombinierbar mit Bundesförderung (max. 80% Gesamtquote).

Aktive Programme
11 von 14
Max. Zuschuss (Brandenburg)
250.000 €
Standard-Quote
50%
Antragsstelle
Landesbank

Warum jedes Bundesland ein eigenes Programm hat

Landesförderungen werden aus Landesmitteln und EU-Strukturfonds (EFRE, ESF) finanziert. Jedes Bundesland setzt eigene Schwerpunkte: Bayern fördert breit über den Digitalbonus, NRW arbeitet mit gezielten Gutscheinen für definierte Themen (Beratung, Digitalisierung, KI), Sachsen-Anhalt setzt mit der höchsten Förderquote den Anreiz für strukturschwache Regionen.

Für Sie als Antragsteller bedeutet das: Das Bundesland Ihrer Betriebsstätte entscheidet, welches Programm Sie nutzen können. Mehrere Standorte? Mehrere Anträge. Sitz in München und Niederlassung in Stuttgart? Sowohl Digitalbonus Bayern als auch Digitalisierungsprämie Plus Baden-Württemberg sind möglich, für getrennte Projekte und ohne Kostenüberschneidung.

Die Programme lassen sich fast immer mit Bundesförderungen kombinieren. BAFA-Beratung plus Landesprogramm-Umsetzung ist die häufigste Konstellation — eine Übersicht der vier Bundesprogramme finden Sie in unserer Bundesförderungs-Übersicht. Die Pillar-Seite Förderungen für Digitalisierung fasst alle Ebenen zusammen.

Alle Landesprogramme im Vergleich

Vierzehn Bundesländer, vierzehn aktive Programme. Sortiert nach Bundesland für schnelles Auffinden — klicken Sie auf das Bundesland für die Detailseite mit Antragsablauf.

BundeslandProgrammMax. ZuschussFörderquoteStatusDetail
Baden-WürttembergDigitalisierungsprämie Plus10.000 €50%AktivDigitalisierungsprämie Plus
BayernDigitalbonus Bayern Plus30.000 €50%Aktiv bis 2027Digitalbonus Bayern Plus
BrandenburgBIG-Digital250.000 €VariabelAktiv bis 06/2027BIG-Digital
BremenDigitaler Mittelstand KI17.000 €VariabelNeu seit 04/2026Digitaler Mittelstand KI
HamburgHamburg Digital Check7.500 €50%Aktiv bis 11/2026Hamburg Digital Check
HessenDistr@l10.000 €50%Neue Runde 2026Distr@l
Mecklenburg-VorpommernDigiTrans50.000 €VariabelMittel ausgeschöpftDigiTrans
Nordrhein-WestfalenMID-Digitalisierung15.000 €50%2026: nur digitale ProdukteMID-Digitalisierung
Rheinland-PfalzDigiBoost15.000 €25–75%Mittel ausgeschöpftDigiBoost
SaarlandDigitalInvest KMU20.000 €VariabelAktiv bis 2028DigitalInvest KMU
SachsenEFRE Digital Sachsen100.000 €50%Aktiv (EFRE 2021–2027)EFRE Digital Sachsen
Sachsen-AnhaltDigital Innovation70.000 €50%WettbewerbsverfahrenDigital Innovation
Schleswig-HolsteinDigiBonus II17.000 €50%AktivDigiBonus II
ThüringenDigitalbonus Thüringen15.000 €50%Mittel ausgeschöpftDigitalbonus Thüringen

Stand: 2026-05-20. Alle Angaben ohne Gewähr — Restbudget vor Antrag bei der zuständigen Landesförderbank verifizieren. Berlin (Digitalprämie, bis 17.000 €) und Niedersachsen (Digitalbonus-innovativ) werden redaktionell als Sonderfälle behandelt — direkt bei IBB bzw. NBank prüfen.

Regionale Schwerpunkte: Welches Land fördert was am stärksten?

Jedes Bundesland setzt eigene Akzente. Drei Cluster lassen sich herauslesen — sie helfen bei der schnellen Einordnung Ihres Projekts.

Breite Investitionsförderung

Bayern, NRW, Baden-Württemberg, Hessen. Gefördert wird nahezu jede Digitalisierungsmaßnahme — Software, Cloud, IT-Sicherheit, Automatisierung. Achtung NRW: MID-Digitalisierung ab 2026 nur noch für digitale Produkte (KI/ML/AR), interne Prozesse fallen raus.

Spitzenförderbeträge:

  • · Bayern: 30.000 €
  • · NRW: 15.000 € (eingeschränkt)
  • · Baden-Württemberg: 10.000 €
  • · Hessen: 10.000 €

Innovationslastige Programme

Sachsen, Brandenburg, Sachsen-Anhalt. Höhere Fördersummen, aber engerer Fokus auf Innovation, Forschung oder neue digitale Geschäftsmodelle. Sachsen-Anhalt arbeitet mit Wettbewerbsrunden, daher keine durchgängige Antragsfrist.

Spitzenförderbeträge:

  • · Brandenburg: 250.000 €
  • · Sachsen: 100.000 €
  • · Sachsen-Anhalt: 70.000 € (Wettbewerb)

Schlanke Stadt-/Flächenland-Programme

Hamburg, Bremen (neu KI-Fokus), Saarland und Schleswig-Holstein. Kleinere bis mittlere Förderhöhen, schlanker Antragsprozess und schnellere Bewilligung. RLP, Thüringen und MV sind aktuell ausgeschöpft.

Spitzenförderbeträge:

  • · Saarland: 20.000 €
  • · Schleswig-Holstein: 17.000 €
  • · Bremen (KI, neu): 17.000 €
  • · Hamburg: 7.500 €

Vier Praxis-Hinweise, die einen Antrag erfolgreich machen

Diese vier Punkte sind in fast jeder Landesförderung kritisch und werden gleichzeitig am häufigsten übersehen.

1

Antrag immer vor Auftragsvergabe

Das Vor-Auftragsverbot gilt in allen 14 Ländern. Holen Sie Angebote ein, aber unterschreiben Sie erst nach Erhalt der Eingangsbestätigung — oder im Idealfall nach Bewilligung. Jeder vor dem Stichtag geschlossene Vertrag macht das Projekt nicht förderfähig.

2

Realistische Kostenpläne statt Schätzungen

Konkrete Dienstleister-Angebote sind das A und O. Ab Projektgrößen von 25.000 € verlangen viele Bewilligungsstellen zwei Vergleichsangebote. Pauschale Kostenschätzungen ohne Beleg führen oft zur Nachforderung — und das verzögert die Bewilligung um Wochen.

3

KMU-Eigenerklärung sauber ausfüllen

Die Erklärung zum KMU-Status (Mitarbeiter, Umsatz, Bilanzsumme, Beteiligungsverhältnisse) wird in jedem Antrag verlangt. Bei verbundenen oder partnerschaftlichen Unternehmen müssen die Werte konsolidiert werden — sonst droht später eine Rückforderung der Förderung.

4

Verwendungsnachweis frühzeitig planen

Nach Projektabschluss reichen Sie Rechnungen, Zahlungsnachweise und einen Abschlussbericht ein. Die Frist beträgt meist 3–6 Monate. Wer hier zu spät kommt, verliert den Zuschuss vollständig. Tipp: Direkt nach Bewilligung einen Abrechnungs-Ordner anlegen, jede Rechnung dort ablegen.

Landesprogramm + Bundesförderung: So holen Sie das Maximum

Drei typische Kombinationen, die in der Praxis fast immer funktionieren — vorausgesetzt, die Kostenpositionen werden sauber getrennt.

Landesprogramm + BAFA-Beratung

BAFA übernimmt 50–80 % der Beratungskosten (bis 2.800 €), das Landesprogramm finanziert die Umsetzung. Beispiel: BAFA für das Digitalisierungs-Konzept, Digitalbonus Bayern für die Software-Einführung. Voraussetzung: getrennte Rechnungen, keine Doppelabrechnung. BAFA-Details.

Landesprogramm + KfW-Förderkredit

Bei größeren Investitionen (ab 50.000 €) fängt das Landesprogramm einen Teil als Zuschuss ab, die Restsumme finanziert die KfW als zinsgünstiges Darlehen. Vorteil: Sie senken die Eigenmittel-Bindung deutlich, ohne auf den Zuschuss zu verzichten. KfW-Details.

Landesprogramm + kostenlose KI-Beratung

Die KI-Trainer der 26 Mittelstand-Digital-Zentren beraten kostenfrei. Das daraus entstehende Konzept ist die ideale Grundlage für einen Landes-Antrag bei einem KI-Projekt. Bonus: Sie verbrauchen keine BAFA-Förderbescheinigung. KI-Beratungs-Details.

Live-Rechner — Stand 2026-05-20

Wie viel Landesförderung steht Ihnen zu?

3 Fragen — sofort eine konkrete Förder-Range.

Software, Hardware, Beratung — Brutto-Projektkosten.

Geschätzte Förder-Range für Ihr Vorhaben

1.000 €31.000 €

BAFA-Min bis Summe aller passenden Programme.

Kein verbindliches Angebot. Schätzung basiert auf Stand 2026-05-20. Tatsächliche Förderhöhe abhängig von Antragsprüfung, Programm-Budget und individuellen Voraussetzungen.

FAQ

Häufige Fragen zur Landesförderung Digitalisierung

Antworten zu Doppelförderung, Betriebsstätte, Antragsfristen und der Wahl des passenden Programms.

Ihre Frage ist nicht dabei? Fragen Sie uns in der Erstberatung

Ja, in der Praxis ist diese Kombination der Standardfall. Erlaubt ist sie, solange dieselbe Kostenposition nicht doppelt gefördert wird. Beispiel: BAFA übernimmt die Beratungskosten (1.750 €), der Digitalbonus Bayern die Umsetzung (bis 30.000 €). Verboten ist hingegen, einen einzelnen Software-Posten gleichzeitig über BAFA und Digitalbonus abzurechnen. Die EU-Beihilfegrenze liegt bei 80 % der Gesamtkosten.

Bei allen Landesprogrammen entscheidet die Betriebsstätte, nicht der Wohnsitz des Geschäftsführers. Sie müssen einen Sitz oder eine eingetragene Betriebsstätte im fördernden Bundesland nachweisen. Beispiel: Ein Einzelunternehmer aus Bayern mit Hauptsitz München und Niederlassung in Stuttgart kann sowohl Digitalbonus Bayern als auch die Digitalisierungsprämie Plus aus Baden-Württemberg in Anspruch nehmen — getrennt für jede Betriebsstätte und ohne Überschneidung der Kosten.

Ja. Bayern, NRW und Hessen arbeiten mit Bewilligungsrunden, in denen Anträge gebündelt geprüft werden — verpassen Sie eine Frist, dauert es bis zur nächsten Runde 3–6 Monate. Sachsen, Brandenburg und MV bearbeiten laufend, hier ist das Budget oft schon im Sommer ausgeschöpft. Tipp: Antrag möglichst im Januar oder Februar stellen, dann steht das Jahresbudget noch zur Verfügung.

Alle 14 Länder akzeptieren mittlerweile Online-Anträge über ein Förderportal. Papier-Anträge gibt es nur noch als Alternative. In der Praxis empfehlen wir das Portal: Eingangsbestätigung in Sekunden, Statusverfolgung in Echtzeit, automatisierte Vollständigkeitsprüfung. Wichtig: Die meisten Portale verlangen ein ELSTER-Zertifikat oder eine separate Registrierung — das vorab erledigen, dann läuft der Antrag flüssig.

Drei Anlaufstellen sind sinnvoll: (1) Die regionalen Industrie- und Handelskammern beraten kostenlos zu allen Landesprogrammen. (2) Die landeseigenen Wirtschaftsförderer (z. B. BayBG Bayern, NRW.BANK, ILB Brandenburg) sind die Vergabestellen und beantworten Detailfragen. (3) Förderberater wie wir übernehmen die komplette Antragsabwicklung — sinnvoll ab Projektgrößen von 15.000 € aufwärts, weil sich der Beratungsaufwand sonst kaum rechnet.

Die meisten aktiven Landesprogramme arbeiten mit einer Standard-Quote von 50 %. Bayern bietet beim Digitalbonus Plus bis 30.000 € (50 %), Sachsen über EFRE Digital bis 100.000 € (50 %), Sachsen-Anhalt Digital Innovation bis 70.000 € (50 %, Wettbewerbsverfahren). Pauschale Aussagen sind aber irreführend: NRW deckelt MID-Digitalisierung bei 15.000 € und ab 2026 nur noch für digitale Produkte. Brandenburg geht bei größeren Projekten bis 250.000 €, dort gilt eine variable Quote nach Vorhaben. Aktuell nicht beantragbar (Stand 05/2026): Thüringen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern.

go-digital (BMWK) ist zum 01.01.2025 ausgelaufen, Digital Jetzt hat das Budget bereits Ende 2023 erschöpft, KfW 380/381 wurde zum 01.07.2025 durch den ERP-Förderkredit Digitalisierung (511/512) abgelöst. Der klassische Niedersachsen-Digitalbonus ist nicht mehr aktiv, eine innovativ-Variante (bis 50.000 €) wird über die NBank abgewickelt — Status vor Antrag direkt verifizieren. In Berlin ist die Digitalprämie (bis 17.000 €) weiterhin aktiv, sie wird über die IBB Business Team GmbH beantragt. Aktuell ausgeschöpft sind die Landesprogramme in Thüringen, Rheinland-Pfalz und Mecklenburg-Vorpommern.

Pro Betriebsstätte ein separater Antrag im jeweiligen Bundesland. Voraussetzung: Die Betriebsstätte muss handelsregisterlich oder gewerberechtlich gemeldet sein und einen Mindestumfang an Wertschöpfung vor Ort leisten (nicht nur Briefkasten). Bei Konzernstrukturen prüft die Bewilligungsbehörde zusätzlich die KMU-Eigenschaft auf Konzernebene — größere Mutterunternehmen schließen die Förderfähigkeit der Tochtergesellschaft aus.

Bereit für den Antrag?

Wir prüfen Ihr Vorhaben, kombinieren Bund + Land und übernehmen den Antrag. Beratung kostenlos und unverbindlich.

Kostenlose ErstberatungAngebot innerhalb 24hDSGVO-konformStand: Offizielle Förderdatenbank (öffnet in neuem Tab)

Geprüft an offizieller Quelle

Alle Landesprogramme verifizieren wir mit der Förderdatenbank des Bundes — der zentralen Sammelstelle für Bundes- und Landesförderungen.

foerderdatenbank.de

Stand der Daten

Diese Übersicht wurde zuletzt am 20. Mai 2026 geprüft. Landesprogramme werden häufiger geändert als Bundesprogramme — wir aktualisieren bei wesentlichen Änderungen innerhalb von zwei Wochen.

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